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Greenpeace München zu Gast bei Quellen des Lebens e.V.

Werkhaus München - 9. Juli 2017

Eine erste Begegnung

Es war eine Veranstaltung, die von langer Hand geplant war. Quellen des Lebens e.V. wollte wissen, welche Themenfelder bei beiden Organisationen deckungsgleich sind. Hier die Wissenschaftler und Forscher des Wasser-Vereins, dort die Engagierten und nicht minder Wissenden von Greenpeace München. Es wurde ein lebendiger Nachmittag im Münchener Kulturhaus.

Zunächst hielt Helmut Strasser von Greenpeace einen Vortrag über Landwirtschaft, Nitrate und Gefahren des Grundwassers. Mit aller Deutlichkeit legte er die Problemzonen offen. Deutschlands Bauen düngen mehr denn je, was die Ställe hergeben. Inzwischen kämen selbst Gärreste aus Bio-Gasanlagen auf die Felder. Das habe in manchen Regionen unserer Republik (vor allem im Norden und Nordosten  des Landes) katastrophale Folgen. Zu viele Dünger bedeuten eine zu hohe Nitratbelastung für den Boden und gefährden dadurch die Trinkwasserqualität. Und Quellen des Lebens weiß: Zu viel Nitrat im Trinkwasser bedeutet eine Gefährdung der Gesundheit der Menschen. In der anschließenden Diskussionsrunde  wurde klar: Beide Organisationen waren sich einig. Hier müsste dringend etwas getan werden. Politik und Landwirtschaft scheinen die Dringlichkeit einer Problemlösung nicht erkannt zu haben. Greenpeace und Quellen des Lebens schon.

Auf Strasser folgte der Historiker und Greenpeace Mitglied Sebastian Kühn mit einem konkreten Beispiel aus der oberbayrischen Region. Die Trinkwasserqualität sei seit Jahren mit zu hohen Nitratwerten belastet, aber öffentlich würden die Werte nicht bekannt gegeben, sondern die Problematik unter den Tisch gekehrt.

Und im zweiten Teil der Begegnung gaben Walter Medinger, Wasserforscher und Biophysiker und Kirsten Deutschländer, Allgemeinmedizinerin, erste Einblicke in das Themenspektrum des Vereins. Walter Medinger erklärt das Phänomen Wasser in der Forschung, insbesondere die Informationsspeicherfähigkeit des Wassers. Diese war lange Zeit sehr umstritten, heute dagegen befassen sich wieder Nobelpreisträger der Medizin (u.a. der Virologe Prof. Luc Montagnier) und auch andere namhafte Wissenschaftler (u.a. Prof. Gerald Pollack) weltweit mit der Erforschung der Anomalien des Wassers und speziell mit der sogenannten 4. Phase des Wassers, die ein hervorragendes Erklärungsmodel für die Heilkraft des Wassers liefert. Kirsten Deutschländer fasst im ersten Teil ihrer Ausführungen zusammen, welche Probleme Wasser neben der Nitratbelastung noch zu bewältigen hat. Neben den Folgen der Massentierhaltung seien dies landwirtschaftlich eingesetzte Pestizid und Düngemittel, Industriechemikalien, Medikamentenrückstände im Trinkwasser und die dadurch zunehmende Bildung multiresistenter Keime. Die mangelnde Abwasserklärung und Privatisierung des Wassers führe dazu, dass jedes zweite Krankenhausbett weltweit mit Erkrankungen belegt ist, die durch verunreinigtes Wasser verursacht würden. Wasserforschung in der Medizin sei immer noch ein stark vernachlässigtes Thema, müsste aber auf jeder Prioritätenliste ganz oben stehen. Die Bedeutung von gesundem Wasser in der Medizin könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Fazit: Es wurde eine erste Begegnung von Menschen, die wichtige Themen ansprachen und Gemeinsamkeiten entdeckten. Hier die Vertreter von Greenpeace München, dort die Aktiven aus dem Verein Quellen des Lebens. Weitere Begegnungen sollten ins Auge gefasst werden. Quellen des Lebens e.V. wird sich mit Vorschlägen nicht zurückhalten. Wohl wissend: Gemeinsam sind wir stark.

 

 

 

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